„Am Anfang passierte alles schnell und chaotisch…“ – mein Einstieg als junger Berater

11.04.2013 |  | Allgemein | Kommentare geschlossen

Ich bin seit gut einem Jahr Mitglied des Headframe-Teams. Während meines Studiums habe ich viele Gastvorträge von Mitarbeitern in Beratungsunternehmen gehört, die über den spannenden Arbeitsalltag berichteten. Ist klar, sie waren alle sehr erfahren und konnten viele interessante Geschichten erzählen, aber wie steigt man in so einen Beruf ein, wenn man jung und frisch von der Uni ist? Jetzt kann ich auch etwas aus eigener Erfahrung dazu sagen: Am Anfang passierte alles sehr schnell und chaotisch. Ich wurde über alles, was auf mich zukommen sollte, ausführlich informiert, und zwar fast einen Monat im Voraus.

Trotzdem gab es aber ein paar Dinge, die mich im letzten Augenblick überraschten. Es ist eins zu wissen, dass du ab morgen jede Woche ungefähr 900 km fahren musst, aber was ganz anderes, es tatsächlich zu machen und an alles, was es mit sich bringt, denken zu müssen.

Dabei waren aber die erfahreneren Headframe-Kollegen sehr hilfreich – sie hatten ja die ganze Geschichte hinter sich, wussten, dass nicht alles einem intuitiv einfällt, und hatten immer einen guten, praktischen Tipp parat. Als mein Kollege Dirk Pütz meine Reisetasche vor der ersten Fahrt sah, sagte er gleich, dass ich nur mit einem Trolley sinnvoll reisen könne. Ich glaubte ihm nicht, er hatte aber Recht – Anzüge in einer Reisetasche zu transportieren, ist ein No-Go.

Die weit verbreitete Vorstellung, dass man als Berater alles besser wissen muss und dem Kunden am liebsten gleich sagt, wie er seine Aufgaben erfüllen soll, entsprach auch nicht ganz der Realität. In meinen ersten paar Wochen gab es viele Situationen, in denen ich Fragen seitens des Kunden nicht beantworten konnte und dabei leichte Panik bekam.

Mit der Zeit habe ich aber verstanden, dass der Kunde viel mehr schätzt, wenn der Berater im Arbeitsprozess mitdenkt und seine ehrliche persönliche Position als Diskussionsbasis mitteilt, als wenn er fertige, auswendig gelernte Antworten liefert.

Die meisten Schwierigkeiten hatte ich, wenn ich an mehreren Projekten gleichzeitig mitarbeiten sollte. Zum einen muss man die Fahrten zwischen den unterschiedlichen Arbeitsstätten besser planen, zum anderen, und viel wichtiger, muss man auch schnell gedanklich zwischen verschiedenen Sachverhalten wechseln.

Mein persönlicher Rat in solchen Situationen ist einfach: Das Wichtigste ist, dass man nach einem Einsatz komplett abschaltet und runterfährt, bevor man zum nächsten geht. Nur so kann man die Situationen vernünftig trennen und mit den unterschiedlichen Anforderungen nicht durcheinander kommen. Dabei hat mir Sport immer gut geholfen. Ein gutes Fußballspiel oder eine Runde Joggen nach dem Feierabend ist die beste Vorbereitung für den nächsten Arbeitstag.

Und so habe ich das erste Jahr als junger Berater bei Headframe IT geschafft. Alles in allem hat es viel Spaß gemacht. Und nie vergessen: Wenn etwas unklar oder schwierig ist, nicht zögern zu fragen! Es gibt immer jemanden, der helfen kann.

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Dies ist nur ein GravatarAndrey Atanasov

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