ARIS Administration: 3 Tipps beim Konsolidieren von Objekten in der Datenbank

10.04.2015 |  | ARIS Consulting | Keine Kommentare

Jeder, der irgendwann eine ARIS Datenbank administrieren sollte, kennt das: die Flut von doppelten Objekten, die nicht mehr an der richtigen Stelle liegen, die Modellierer nur verwirren und jede Spur von Ordnung zerschießen. So etwas kann passieren, auch wenn die besten Modellierungskonventionen festgelegt worden sind und die gewissenhaftesten Modellierer in der Datenbank unterwegs sind. Glücklicherweise gibt es eine in ARIS eingebaute Funktionalität, die bei solchen Situationen sehr viel helfen kann: das Konsolidieren. Sehr einfach erklärt, werden beim Konsolidieren mehrere ARIS Objekte vom gleichen Typ in einem Objekt fusioniert. Das sind ein paar Tipps wie man das Maximum daraus holen kann.

Vor dem Konsolidieren immer zuerst die Datenbank reorganisieren

Von der Unmenge an doppelten Objekten in der Datenbank erschlagen? Es kommt immer wieder dazu, dass die Modellierer versehentlich ein bereits bestehendes Objekt erneut anlegen, ihren Fehler doch merken, dann das falsche Objekt durch das richtige austauschen, aber am Ende vergessen, es zu löschen. In diesem Fall hat das falsche Objekt keine Ausprägung mehr und wird bei einer Reorganisation der Datenbank gelöscht. Dann ist die Sache bereits erledigt, ohne dass es überhaupt zum Konsolidieren mit dem richtigen Objekt kommt.

Die Möglichkeiten der Suche komplett ausnutzen

Wie man in ARIS richtig und effektiv sucht, könnte eigentlich gut ein selbständiger Blogbeitrag sein. Was man vor dem Konsolidieren aber auf jeden Fall wissen soll, ist, dass man direkt nach namensgleichen Objekten suchen kann. So werden alle Objekte von allen vom Filter zugelassenen Objekttypen angezeigt, die gleich benannt sind. Das ist der erste und einfachere Fall der Konsolidierung – es ist offensichtlich, dass man „Bestellanforderung“ als Objekt nicht dreimal in der Datenbank braucht, sondern nur einmal. Der komplizierte Fall wäre, wenn beide Objekte „Bestellanforderung“ und „BANF“ existieren. Hier ist auch offensichtlich das gleiche gemeint, aber nicht mit dem gleichen Namen. Um solche Objekte zu finden und die anschließend zu konsolidieren, muss man ein bisschen kreativ vorgehen. Hier kann man zum Beispiel für sich die Hypothese aufstellen, dass beide dieser Objekte in ihrer Beschreibung das Wort „Bestellung“ enthalten würden. Dann kann man den Attributfilter der ARIS Suche nutzen, um nach Objekten eines gewissen Typs zu suchen, die im Attribut „Beschreibung/Definition“ das Wort „Bestellung“ haben. Hoffentlich ist dann die Anzahl der Treffer stark eingeschränkt und man kann darunter sowohl „Bestellanforderung“, als auch „BANF“ finden.

Die Option „Nach dem Konsolidieren löschen“ nicht vergessen

Das ist ein Fehler, der oftmals vorkommt. Man hat die zu konsolidierenden Objekte erfolgreich gefunden, das Master-Objekt wurde auch festgelegt, aber man vergisst am Ende in der Maske bei der „Behandlung redundanter Objektdefinitionen“ die Option „Nach dem Konsolidieren löschen“ auszuwählen. Dann werden die Objekte zwar konsolidiert, aber das nicht mehr benötigte Objekt bleibt in der Datenbank liegen UND man steht immer noch vor dem gleichen Problem. Deswegen immer vor dem Klicken alles in der Maske vorsichtig durchlesen, sonst läuft man die Gefahr die ganze Übung wiederholen zu müssen.

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Dies ist nur ein GravatarAndrey Atanasov

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