Die Tücken des Homeoffice oder wenn die Fritz!Box ausfällt…

30.07.2015 |  | Headframe inside | Keine Kommentare

Das Arbeiten im Home Office hat ja durchaus Vorteile – keine Anfahrt, zwischendurch mal ein Paket annehmen oder die Wäsche in den Trockner schmeißen. Es hat aber auch lästige Seiten: Die Paketboten klingeln immer bei mir – egal, für wen das Päckchen bestimmt ist (besonders schön, wenn der Nachbar mal wieder eine neue Leinwand von 5 m Breite bestellt, die dann den kompletten Hauseingang versperrt, weil er natürlich vergisst, sie abzuholen) oder weil alle Leute, denen man begegnet, meinen, man arbeite ja sowieso nicht.

Das kratzt erstens am Selbstwertgefühl („Mama, wieso gehst Du eigentlich nicht arbeiten? Die anderen Mütter arbeiten doch auch!“) und zweitens kostet es Zeit, weil ja jeder noch einen kleinen Plausch mit mir machen kann – ich habe ja eh Zeit, ich gehe ja nicht zur Arbeit. Zugegebenermaßen sind dies nur kleine Einschränkungen, es gibt aber auch Dinge, die ich im Vergleich zu meinem früheren Arbeitsleben in einer größeren Organisation vermisse (da bin ich also noch zur Arbeit gegangen, genau gefahren, den täglichen Stau habe ich verdrängt!)– und das ist nicht nur die Kantine (eine immense Zeitersparnis!), sondern vor allem unseren „PC Support“. Irgendein Software-Problem – Hotline anrufen, Ticket aufgeben, entspannt warten, bis das Problem gelöst ist. Falls die Zeit drängt (Kunde wartet!) – eskalieren, alles gut. Bei Hardware-Problemen war es noch leichter – zum Help Desk im Haus gehen, Gerät austauschen oder reparieren lassen – fertig!
So, und jetzt sitzt man also im Homeoffice und nach monatelangen Problemen beim Telefonieren oder mit dem WLAN, die zu den unterschiedlichsten Diagnosen wie „Wände zu dick“, „Spannungsschwankungen“ (das geht immer!) oder aber auch „vielleicht hat Ihr Nachbar ein neues Gerät?!“ leider aber nicht zur Lösung des Problems führten, hat sich irgendwann die Fritz!Box ganz verabschiedet. Rückblickend betrachtet war das mein großes Glück – ich kann jetzt telefonieren, sodass mich der Angerufene sogar hört, mein Scanner scannt, das Super Signal funktioniert, sodass ich sogar mit dem Mobiltelefon im Haus telefonieren kann (das muss man sich mal vorstellen!!!) und ich habe jederzeit Internetzugriff – Jippie!

Als das Gerät aber defekt war, war die Situation natürlich eine andere: Das Telefon – tot, Mobiltelefonieren – nur draußen, Internet – was ist das? Die Fehleranalyse hatte ich selbst erledigt – die Fritz!Box war schwarz – es tat sich gar nichts mehr. Da rufen wir doch mal schnell die Hotline an – nur – Womit? Ok. Mobiltelefon funktioniert draußen, gut, irgendwo habe ich noch ne Telefonnummer notiert, was für  ein Glück. Also mit dem Mobiltelefon raus in den Regen, Hotline anrufen: „Wie ist denn Ihre Kundennummer?“ „Weiß ich nicht, ich kann jetzt auch nicht nachsehen.“ „Wir finden Sie auch so!“ Aha, geht doch. „Gehen Sie doch mal rein zur Fritz!Box.“ „Nein, dann fliegen Sie aus der Leitung – ich habe keine Mobilsignal in den Räumen!“ „Wieso denn nicht?“ (Ist doch egal, jetzt hilf mir einfach! „Wo ist denn das Problem?“ „Meine Fritz!Box ist schwarz!“ „Was haben Sie denn für eine?“ „Keine Ahnung, ne blaue“ (draußen immer noch im Regen stehend). „Ich denke, die ist schwarz?“ „Nee, ich meine sie ist kaputt –abgeraucht!“ „Hat sie gebrannt?“ Ich ringe um Fassung: „Nein, hören Sie: Meine Fritz!Box ist defekt, sie tut gar nichts mehr, alle Leuchtdioden sind schwarz. Ich brauche eine neue!“ „Ach so, ja dann gebe ich ein Ticket auf!“ Prima, das beruhigte mich – ich war wieder im Rennen! „Wie lange dauert das?“ „So zwei bis drei Tage!“

Super, keine E-Mails, kein Telefon, kein Internet, arbeitsunfähig also – eskalieren geht auch nicht. Frust schieben und warten, mal den Gatten anmeckern, geht immer – hilft aber nicht!
Warten kann ich nicht so gut, ich rufe also nochmals am nächsten Morgen an: Wieder raus in den Regen, Witten 8 Grad, Sch…auf die Frisur, Hotline anrufen – „Jaaaaaa, Ihr Ticket liegt hier auf Wiedervorlage!“ ?????? „Meine Fritz!Box ist kaputt, was in aller Herrgottsnamen wollen Sie da wieder vorlegen?“ „Jaaaaa, das stimmt! Ich schicke dann mal jemanden raus.“
1,5 Stunden später hatte ich eine neue Fritz!Box, seitdem läuft hier alles prima! Das Kantinenproblem habe ich auch gelöst, (ich logge mich ab und zu bei meinen Eltern über die Mittagszeit ein), ), mmmh – es gibt nichts mehr zu meckern – auch irgendwie komisch, findet der Gatte auch.

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Dies ist nur ein GravatarChristiane Pütz

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