Über die gesellschaftliche Wertschätzung des Beraters…

05.04.2014 |  | Allgemein | Kommentare geschlossen

Oder worum es eigentlich wirklich im Berufsleben geht! Meine Tochter Nike ist zurzeit viereinhalb Jahre alt und geht daher noch in den Kindergarten. Dort wird im Moment das Thema „Berufe“ behandelt. Klar, dass dann auch das berufliche Schaffen der Eltern zuhause zum Thema wird. In dieser Situation entspann sich folgendes Gespräch mit ihrer Mutter.

Nike: „Mama, weißt Du, was Nasenflügel sind?“

Mama: „Klar, aber woher weißt Du das?“

Nike: Von Julius – Julius‘ Papa ist nämlich Arzt! Der hat das im Stuhlkreis erzählt! (Anmerkung für kinderlose Leser: Eine Art „Sit-in“ im Kindergarten zwecks Spiel, Gesang oder Diskussion)

Mama: „Ach, war Julius‘ Papa auch bei Euch im Kindergarten?“ (wie schon zuvor andere Eltern, ein Zahnarzt, eine Bankerin und ein Polizist)

Nike (leicht ungeduldig): „Neehee, der Julius hat das erzählt, was sein Papa macht!“

Mama: „Ach so, und Du hast dann auch gesagt, was Dein Papa macht?“

Nike (jetzt leicht genervt): „Ja sicher!“

Mama: „Und was hast Du gesagt?“

Nike: „Kellner!“ (stimmt insoweit, als dass ich während meines Studiums in der Gastronomie gejobbt habe)

Mama (leicht entsetzt und in Sorge um die Reputation): „Wieso das denn?“

Nike: „Unternehmensberater ist doch irgendwie albern. Kellner ist aber ganz wichtig – der nimmt einem schließlich das Geld im Restaurant ab!“

Was lernen wir daraus? Erstens nimmt einen nicht jeder für voll, nur weil er einen Laptop und Dienstwagen hat. Zweitens ist aber die Tätigkeit des Geldabnehmens bereits aus Sicht der jüngsten Wirtschaftsteilnehmer als vorrangig einzuschätzen – und da schließt sich dann wieder der Kreis.

PS: Das Bild ist nicht auf unserer nicht vorhandenen Yacht entstanden, sondern auf einem Tretboot in Form eines Plastik-Schwans auf einem kleinen See in einem Naherholungsgebiet bei uns in der Nähe.

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