Unsere Spende 2014 ging an …

30.03.2015 |  | Headframe inside | Keine Kommentare

…den Kinderhospizdienst Ruhrgebiet e.V. aus Witten. Wie in der Weihnachtspost angekündigt veröffentlichen wir in unserem Blog Näheres über den Empfänger unserer jährlichen Spende, den wir mit Bedacht auswählen. Wie sind wir also drauf gekommen? Eher durch Zufall, da der gemeinnützige Verein bei uns „um die Ecke“ ansässig ist und daher auch häufig in unserer Mini-Fußgängerzone, die diesen Namen eigentlich nicht verdient, Spenden sammelt. 

Da wir natürlich – wie alle Eltern – unsere Kinder zu Gutmenschen erziehen wollen, gibt man ja gerne im Beisein der Kleinen mal ein bisschen Kleingeld für eine Obdachlosenzeitschrift oder das verzottelte Lama von irgendeinem Wanderzirkus – immer mit dem pädagogischen Zeigefinger, dass man ja alles im Überfluss habe (Mutter wie Tochter, nur mit [noch] unterschiedlichen Prioritäten) und daher auch an die weniger Glücklichen denken möge. So bleibt der Nachwuchs mittlerweile bei jeder Spardose, die einem besonders in der Vorweihnachtszeit klimpernd unter die Nase gehalten wird, stehen und fordert mich auf zu spenden. Nachdem wir nun mehrfach für den Kinderhospizdienst das Taschengeld meiner Tochter, das sich für Eis, Schokolade oder sonstige Schätze in meiner Jackentasche befindet, geopfert hatten, kam ich mit dem netten spendensammelnden Herrn ins Gespräch, der mir erzählte, dass der Verein quasi bei uns im Dorf ansässig sei. Und dann war es wie immer – ich kenne einen, der kennt einen – ach die Nachbarin von Frau x ist dort als ehrenamtliche Mitarbeiterin tätig usw. Nach einem kurzen Blick auf die Homepage der Organisation war die Entscheidung eigentlich schon gefallen – support your local foundation!

Ein Besuch bei der Vorsitzenden, Birgit Schyboll, erledigte den Rest: Neben einer Führung durch die Räumlichkeiten und einen Überblick über die Arbeit des ambulanten Hospizes, gab sie mir genau Auskunft, was mit der Spende passieren werde: Sie ermöglicht einer betroffenen Familie einen einwöchigen Aufenthalt im vereinseigenen Ferienhaus „Gezeiten“ in Norddeich. Wer sich nun bemüßigt fühlt, selbst zu spenden oder gar sich zu engagieren, dem sei die Seite www.kinderhospiz-initiative-witten.de empfohlen. Hier erfährt man Näheres über die Arbeit des seit 2001 bestehenden Vereines, der sich nicht nur um organisatorische Dinge kümmert, sondern auch den Eltern und den Geschwisterkindern Gespräche und Unterstützung bis zur Trauerarbeit anbietet und vor allem dem lebensverkürzt erkrankten Kind selbst versucht, neue Lebensqualität und -freude auf seinem Weg zu geben.

Und wie kriege ich jetzt die Kurve, dass sich das leicht beklemmende Gefühl, das einen unweigerlich beschleicht, wenn man sich mit dem Tod von Kindern auseinandersetzt, doch noch zum Schluss des Beitrages in etwas Angenehmes verwandelt? Damit stehen wir vor der großen Frage, kann man einem derart ernsten Sujet mit Humor begegnen – ich persönlich finde, dass man es unbedingt sollte. Somit komme ich nochmals auf das oben erwähnte Taschengeld zurück: Der Familienvorstand hat die Mutter aufgefordert, ihr Taschengeld zu opfern, das hier nicht nach dem Aufbewahrungsort, sondern dem Kaufobjekt benannt ist, da im pützschen Haushalt hier wirklich ein Überfluss herrsche! Wenn also auch Sie Ihr Taschengeld oder das Ihrer Frau opfern möchten, habe ich Ihnen hoffentlich eine sinnvolle Alternative gezeigt.

Weitere Infos unter www.kinderhospiz-initiative-witten.de

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Dies ist nur ein GravatarChristiane Pütz

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